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Macht Platz – der Invader L60 kommt

14 März 2011

Extrabreite Front, Lufteinlässe im XXL-Format und gewaltige Felgen – der Invader L60 gibt den brutalen Asphalt-Macho. Die japanische Firma Invader baute einen Lexus zum Monster-SUV mit 600 PS um.

Umbau in Handarbeit

Schon der Name Invader (Eindringling) ist Programm: «Das soll aggressiv und kraftvoll klingen», sagt Dimitry Krivtsov, Verkaufsleiter der Tuningschmiede. BMW X5 oder Porsche Cayenne sehe er trotzdem nicht als Konkurrenten an, schließlich sei der fünf Meter lange L60 ja deutlich größer als die deutschen Geländewagen. Die noch junge Firma Invader kommt aus Japan, die Basis für den L60 ist der in Europa kaum bekannte Lexus LX 570. Die Tuner bestücken das Basisauto mit einem umfangreichen Bodykit samt üppiger Schweller und Trittbretter, einer neuen Front und vergoldeten 22-Zoll-Felgen. Der Umbau erfolgt in Handarbeit im japanischen Nagoya.

Ein Kompressor und eine geänderte Abgasanlage steigern die 383 Serien-PS des 5,7 Liter großen V8-Motors auf 600 Pferdestärken. Den Spurt von auf 100 km/h schafft der L60 laut Datenblatt in 5,5 Sekunden. Im Innenraum wartet eine auf die Wünsche des Kunden zugeschnittene Lederausstattung mit Zierteilen aus Karbon, Aluminium und anderen Materialien.

«Niemand kauft unsere Fahrzeuge als Erst- oder Familienauto»

Vom Modell L60 sollen nur 100 Stück gebaut werden, 15 wurden bereits montiert. Umgerechnet muss man rund 145.000 Euro für eins der Monster-SUVs auf den Tisch legen. Auf der Automesse in Katar war der erste von drei mitgebrachten Wagen schon verkauft, bevor Invader seinen Stand aufgebaut hatte. Limitierte Modelle sind im Mittleren Osten der letzte Schrei.

Spritverbrauch spielt keine Rolle

Der L60 soll für die Firma Invader nur der Einstieg in die Welt der Monster-SUVs sein. Verkaufsleiter Krivtsov träumt bereits von zwei neuen Modellen, von denen eins kleiner und das andere noch größer als der L60 ausfallen sollen. «Beide Projekte basieren wieder auf japanischen Fahrzeugen, eins davon auf einem Toyota», verrät Krivtsov.

Der Mittlere Osten sei neben Russland und den USA der wichtigste Absatzmarkt für den L60. Im April will die Firma eine Niederlassung in Moskau eröffnen. In der Heimat Japan dagegen ist die Invasion der PS-starrenden Luxuskreuzer kein solches Kinderspiel: «Da sind die Spritpreise einfach zu hoch», sagt Krivtsov.

Quelle: news.de

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