Rechte und Pflichten von Fußgängern

Auch wer keine Räder unter sich hat, muss sich an die geltenden Verkehrsregeln achten. Seit dem 1. April werden auch für Fußgänger Bußgelder teurer. Verkehrsanwalt Uwe Lehnhardt hat in der AutoBild die wichtigsten Regeln erklärt.

Wer als Fußgänger unterwegs ist, lebt mitunter gefährlich. Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de

Wer als Fußgänger unterwegs ist, lebt mitunter gefährlich. Foto: Rainer Sturm/ pixelio.de

Autofahrer spritzt Fußgänger an einer Pfütze nass. Droht ihm eine Strafe?

Das kommt darauf an. Ist an der Kleidung des Fußgängers ein nicht ganz belangloser Schaden (ab 50 Euro) entstanden, liegt ein Unfall im Straßenverkehr vor. Entfernt sich der Autofahrer, macht er sich strafbar wegen Unfallflucht. Ist die Kleidung nur nass und nicht beschädigt, droht dem Autofahrer keine Strafe. Dennoch: An Pfützen langsam fahren!

Ein Fußgänger geht bei Rot. Deshalb muss ein Auto bremsen, ein anderes fährt auf. Was droht dem Fußgänger?

Er gilt laut Paragraf 142 des Strafgesetzbuches (StGB) als Unfallbeteiligter. In diesem Fall muss er mit den Autofahrern seine Personalien austauschen. Läuft der Fußgänger einfach weiter, kann er sich wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort strafbar machen.

Dürfen Fußgänger bei Rot gehen, wenn kein Auto kommt?

Nein! Fußgänger zahlen für solch ein Rotlichtvergehen fünf Euro. Bei einem Unfall mit Sachbeschädigung sind sie mit zehn Euro dabei.

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