Sollten Polizisten bei Blechschäden ausrücken?

Die Polizei hat viel zu tun. Oft hört man Klagen, es gebe zu wenig Personal. Die finanziellen Mittel sind auch bei den Beamten knapp.

War bei einem harmlosen Unfall vielleicht doch Alkohol im Spiel? Das kann nur die Polizei herausfinden, meint der Stellvertretende Vorsitzende der Polizeigewerkschaft. Foto: Polizei NRW

Jetzt fordert der Polizeipräsident von Münster: Blechschäden sollen bitte die Versicherungen selbst regeln! Zu oft müssten Beamte wegen Bagatellen ausrücken. Gerade, wenn es bei einem Unfall nur zu einem Blechschaden kommt, kostet es die Beamten viel Zeit und Aufwand. In der Zeit könnten die Polizisten auch wichtigere Dinge erledigen.

Außerdem seien die Schäden bei vielen Unfällen oft so gering, dass man dies auch privat regeln könne. Das Argument des Polizeipräsidenten Hubert Wimber: Die Polizei übernimmt die Aufgabe von Haftpflichtversicherung und Co. – dafür fallen aber andere Einsatzbereiche unter den Tisch.

Bei der Gewerkschaft der Polizei kommt dieser Vorschlag aber nicht gut an. Laut Frank Richter, stellvertretender Vorsitzender, seien vermeintliche Bagatellschäden meist auch mit Verkehrsdelikten verbunden. Diese zu ermitteln können aber nur Profis.

Quelle: detektor.fm

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