Auslaufmodell E10?

Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) will den Biosprit E10 abschaffen. Kurz vor seiner Abreise nach Kenia forderte er, den Verkauf zu stoppen. Medienberichten zufolge, seiht er einen Konflikt zwischen „Tank und Teller“.

E10 enthält zwischen 5 und 10 Prozent Bioethanol, der aus Biomasse gewonnen wird. Foto: Uschi Dreiucker, pixelio.de

Unterstützt wird seine Forderung dabei von Hilfsorganisationen wie etwa Brot für die Welt.

Seit der Einführung von E10 bleibt die Kritik um den Biosprit nicht aus. Für die Herstellung würde zuviel Fläche mit Energiepflanzen verbraucht, die man für Nahrungsmittel bräuchte heißt es.

Dem widerspricht der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie vehement. Für die Bioethanolproduktion werde nur der Stärkeanteil des Getreides genutzt, das verbleibende Protein werde zu Tierfuttermittel verarbeitet. Dies mache etwa ein Drittel der Getreidepflanze aus, heißt es.

Doch auch Wirtschaftsexperten, wie Ökonomen des Münchner ifo-Instituts,  sind der Meinung, dass die Förderung des Biosprits Hungerkrawalle mitverursacht.

Quelle: heise.de

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